Archiv für 'traurig'Kategorie

Und wenn ein Lied meine Lippen verlässt

31 August 2009

Ich sitze in meinem Auto und heule während das Lied zuende geht, unterbrochen vom unnötigen Reingeplapper des Moderators. Heule und kann einfach nicht aufhören. Vor zwei Wochen sah ich bei Markus Lanz ein Interview mit der Familie Reichl. Ich war entsetzt, anders kann ich es nicht beschreiben.
Ich versuchte nicht ständig daran zu denken, aber es beschäftigte mich, verfolgte mich in meine Träume und lies mich immer wieder kurz innehalten und danken, dass ich gesunde Kinder habe.

Es ist nicht in Worte zu fassen, was ich dieser Familie sagen möchte, denn es gibt keine passenden Worte. Nur Anteilnahme und Mitgefühl und die Tatsache, dass ich in meinem Auto sitze und weine…

Endstation

18 August 2009

Ich bin an dem Punkt an dem ich beim kleinsten „nicht gelingen“  in hysterische Weinkrämpfe oder agressivstes Verhalten ausbreche. Der Einmarsch der roten Armee gibt den Rest. Erwarten Sie nichts von mir. Hier ist einfach der Akku leer, aber sowas von.

Heute traurig

17 August 2009

schon wieder. Ich.

So ohne den Mann bin ich irgendwie halb. Nicht vollständig. Das er aber auch immer einen Teil von mir mitnehmen muss.
Lass es schnellstens Sonntag Nacht werden!!!

Eingestehen

16 August 2009

Ich muss mir eingestehen, dass ich mich einfach übernommen habe. Das Festival und all die nun eintrudelnden Aufträge mit Extrawünschen erfreuen mich gar sehr, aber ich bin müde und ausgelaugt. Und da ich auch hier beim sturmkind die Authentizität wahren will und eben auch nur Mensch bin, mit Familie, Arbeit und dem Wunsch noch ein bisschen Luft zum atmen zu haben, muss ich eben sagen „es ist zu viel“.

Ihr Lieben, mich ehren eure Wünsche und Vorstellungen, eure Ideen und Anregungen sehr, aber der Kopf ist voll. Da sind so viele Ideen die ich selber erstmal ausprobieren möchte. Hinzu kommt, dass schon leise die nächsten Märkte an die Tür klopfen.
Daher bitte weiter schreiben, weiter inspirieren, ich sammel alles, aber die Umsetzung ist momentan einfach nicht möglich.

Schaut immer wieder in den Shop, dort wird es nach und nach vieles Bekanntes aber auch viel Neues geben!

Heute

16 August 2009

mal verzweifelt.

Ich habe mich eindeutig übernommen und zweifle gerade sehr an mir…

Es läuft falsch!

5 August 2009

Wenn die Entäuschung über die eigene Mutter so schmerzt, so tief sitzt, dass man bewusst einen Streit sucht und das vor den Kindern, dann ist das armselig. Und wenn man sich dann irgendwie, obwohl man weiß, dass es nicht geht am Telefon versöhnen will, dann ist das eine schwachsinnige Idee. Und wenn dann aber dein 3jähriger Sohn dich in den Arm nimmt, dir über den Kopf streichelt und sagt „es ist alles dut“ dann läuft etwas gehörig falsch.

Die einzige Lösung ist nun Distanz und die schmerzt gewaltig im Herz und im Magen.

Struggling with life

5 Juli 2009

Früher war mein Leben ein einziger Kampf. Eigentlich ging es immer um Liebe und Leid. Erst um Liebe und Anerkennung beim eigenen Vater, verbunden mit viel Schmerz, Ablehnung und Leid und dann um verschiedene Jungs, später Manner verbunden mit noch mehr Schmerz und noch größerer Ablehnung. Daraus bestand meine kleine Welt, in der ich der Mittelpunkt, der Dreh- und Angelpunkt des Seins war.
Dann fand ich Ruhe, einen Mann, meinen Mann und da ich nicht fassen konnte, dass auch mir Liebe zugedacht war, wartete ich regelrecht auf den Tag des Schmerzes und der Ablehnung. Aber er kam nicht…
Nun habe ich Familie, Kinder, eine neue Generation ins Leben gesetzt und mein Mittelpunkt verschob sich und mit ihm die Angst der Ablehnung und das warten auf den Schmerz.
Alles was mich früher aus der Bahn warf, lange beschäftigte, mich nicht schlafen oder essen lies, weil ich mir das Hirn zermatterte ist nun nicht mehr wichtig. Andere Dinge haben Priorität und meine kleine Welt dreht sich um vieles, aber kaum noch um mich, nein so ist es nicht, natürlich dreht sie sich noch um mich, aber anders als vorher, langsamer, viel langsamer. Und ich dachte ich könne mich glücklich schätzen, weil das so ist, weil mich diese wer bin ich, was will ich, wer liebt mich und so weiter und so fort nicht mehr tangieren, zumindest nicht mehr in der schlaflos, nicht Essen können, Hirnzermattereiform. Aber so ist es nicht. Denn nun „struggle“ ich mit Dingen, die früher wenig Bedeutung hatten, Dinge über die ich mir kaum Gedanken gemacht habe, denn ich hatte mich damit abgefunden. Ich kämpfe mit der „Familie“ und meiner Erwartungshaltung ihr gegenüber. Und die wiegt Zentnerschwer.
Es fühlt sich daher komisch, fast schmerzhaft an, auf eine Familienfeier meiner Exfamilie eingeladen zu sein und zu sehen, dass ich Teil dieser Familie war, es aber definitiv nicht mehr bin (das beste Beispiel für den Spruch „Zeit heilt alle Wunden“ und ganz nebenbei eleminiert sie auch sämtliche Gefühle). Und das diese Familie es trotz aller Dramen geschafft hat, friedlich, vielleicht nur zum Schein, aber immerhin friedlich zusammenzukommen und auf Familie zu machen. Und es schmerzt mich, dass Bennets bester Freund gleich drei Opas hat, die sich um ihn bemühen ebenso wie drei Omas und ich meinem Großen ansehe wie sehr es ihm wehtut, dass seine Großeltern so wenig Zeit mit ihm verbringen. Es sticht bis tief in die Magengrube, dass ich keine engen Familienbande habe und es zerreißt mir das Herz, dass sich der kleine „aktive“ Teil unserer Familie mit der neuen Rollenverteilung so schwer tut. Gewiss muss man auch erst in die Rolle „Oma, Opa, Onkel, Tante usw.“ erst hineinwachsen und vielleicht erwarte ich zu viel (ja und die Entfernung spielt gewiss auch eine Rolle), aber wenn ich sehe, wie bemüht unsere Freunde um die Kinder sind, dann möchte ich am liebsten meine Familie packen und schütteln, wach schütteln, ihnen die Augen öffnen. Kinder sind so etwas Wunderbares und ich greife mal eben zu der Floskel „und sie geben einem so viel wieder“, denn so ist es! Egal wie anstrengend sie sind, ihr seid in der besten Position! Stopft sie mit Schokolade voll und schickt sie zum kotzen nach hause, aber bemüht euch um sie, egal in welcher Form.
So. Das musste mal raus, ich struggle dann mal weiter, mit anderen Dingen, nähen zum Beispiel!

Michael Jackson – King of Pop

26 Juni 2009

Kein Solokünstler, abgesehen von Elvis Presley hat es geschafft, dass man seinen Namen selbst als Hinterwäldler kennt. Jeder kannte den etwas skurrilen Typen mit Hut, Glitzerhandschuh und Hand im Schritt an der Hose. Niemand wurde so oft kopiert und auf Talentwettbewerben war mindestens immer ein Michael Jackson Song vertreten. Jedes Lied von Michael Jackson kennt man, ganz ohne Fan zu sein, ebenso wie seine Bühnenshows. Wenn ich zurückdenke habe ich unglaublich viele Tänze choreographiert, mehrere auf Michael Jackson und selbst in der Ausbildung tanzten wir zu Dirty Diana.

Bereits 1993 starb ein Teil der Michael Jackson Legende. Ich mag mir nicht vorstellen, was eine Kind.es.miss.bra.uch.beschuldigung für einen 0/8/15 Bürger bedeuten muss, für einen Weltstar, der sich immer gerne und viel mit Kinder gezeigt hat, muss das die Zerstörung eines Lebensinhaltes bedeutet haben. Bis heute halte ich von den Anschuldigen und Gerüchten nichts, aber diese Zeit hat deutliche Spuren bei dem sonst so egomanischen Star hinterlassen.

Meine Mama traf ihn 1999 und beschrieb ihn als kränklich wirkenden unsicheren kleinen Mann. Allerdings möchte ich ihn so nicht in Erinnerung behalten und so läuft im Hintergrund die „Dangerous“ Tour von 1992, Michael Jackson wie man ihn kennt und wie man ihn in Erinnerung behalten sollte. Obwohl ich nie Michael Jackson Fan war, so hat mich seine Musik doch begleitet und geprägt und als alle Radiosender seine Musik heute rauf und runter spielten wurde mir doch etwas schwer ums Herz. Für mich wird er immer der „King of Pop“ bleiben…

Geschützt: Es geht mir nicht gut

22 Juni 2009

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Dauerschmerz

5 Juni 2009

Alle sagen immer „wow was du alles machst und ach wie toll und hui Studium hochschwanger abgeschlossen trotz arbeiten und Kleinkind und nun die Näherei und unterrichten und arbeiten, boah mit Terminplanung und Fristen und nun auch noch Theaterpädagogik studieren wollen und natürlich Haushalt und Kinder und ach verheiratet bist du auch und toll, prima, echt“.
Und ich stehe immer nur da, lächle und sage „ach“ und für mehr reicht es nicht, denn innen drinnen ist gar nichts toll und hui, prima oder dergleichen. Innen drinnen ist so ein Chaos das gar nichts mehr geht. Denn ich frage mich momentan immer öfter wofür ich das alles mache. Und warum zum Teufel ich genau jetzt noch ein Studium anfangen muss möchte, reichen denn drei Jobs, zwei Kinder und ein Mann nicht? Muss ich denn immer weiter schneller höher, weil sich das wie ein dunkelroter Faden durch mein Leben zieht? Weil ich mich nie zurücklehnen und durchatmen kann (das ist was für Schlap.psc.h.w.änze und Langweiler). Ich schaffe es momentan nicht mich mal hinzusetzen und mit den Kindern 30 Minuten am Stück zu spielen, weil ich körperlich und oder gedanklich immer was anderes mache. Ich versinke in to-do Listen die immmer länger werden. Keine Chance die verzweifelten Hausfrauen zu schauen und bestellte Filme liegen hier tagelang wochenlang ungesehen. Der Liebste erzählt mir Dinge die ich fünf Minuten später bereits vergessen habe, weil der Kopf keinen Raum für Konversation hat. Wir schaffen es nicht einmal gemeinsam in den Urlaub zu fahren. Keine Chance. Die früheste gemeinsame Zeit für Urlaub liegt im November. Die Einladung der Pateneltern für den Strandurlaub müssen wir ausschlagen, weil es nicht geht, zeitlich nicht und für die kurze Zeit ist der finanzielle Aufwand zu groß (ich alleine 7 Stunden Zugfahren mit zwei kleinen Kindern für effektiv 4 Tage Urlaub geht genausowenig wie für 500 Euro fliegen).
Die kleinsten Kleinigkeiten werden hier zum organisatorischen Hürdenlauf und ich muss mich ernsthaft fragen ob es wirklich Sinn macht, jetzt noch zu studieren.
Die Vernunft schreit „lass es sein, mach es nächstes Jahr„, die June rennt immer wieder und wieder mit dem Kopf an die Wand und sagt „aber ich will das und ich hab mir das in den Kopf gesetzt!“. Am Abend hat sie dann Kopfschmerzen, das Herz ist schwer und das dumpfe Gefühl im Magen lässt sie nicht einschlafen. Scheint so als solle June sich mal Gedanken machen woher ihre ständigen Schmerzen rühren könnten und vielleicht täte ein bisschen mehr Schlap.psc.h.w.anz und Langweile ihr wirklich gut!