Hätten wir das also auch hinter uns, dass man Scharlach mehrfach bekommen kann erwähne ich nun einfach nicht.
Merke: Kinderkrankheiten sind scheiße. Richtig scheiße sind sie für Erwachsene. Selten so krank gefühlt. Wäre die Oma nicht zur Hilfe geeilt, keine Ahnung wie ich das mit den Kids gemacht hätte. Und der Liebste liegt krank im Hotel. Solidarisch der gute Mann.
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Scharlach
22 August 2009Eiskalt erwischt
16 August 2009Der Große heute in meinen Armen „ich liebe Dich“!
Einfach so, völlig unvorbereitet…
Drei kleine Worte mit unglaublicher Wirkung!
Eltern
10 August 2009Eltern sein ist etwas, in das wirst du hineingeworfen. Du kannst noch so viele Eltern befragen oder hunderte von Ratgebern lesen. Wie es tatsächlich ist, wenn du die Verantwortung für einen Menschen übernimmst und zwar voll und ganz 24/7, das begreifst du noch nicht einmal mal kurz nach der Geburt. Für mich zumindest kam dieses Bewusstsein erst später, als die Hormone ein wenig verpufften und ich nicht mehr alles in der rosahellblauwattebauschwolke sah.
Irgendwann überkam mich dann die Angst, als mein Kind das erste Mal hinfiel oder plötzlich im Supermarkt verschwunden war. Das waren Momente wo mir das Herz stehen blieb und das meine ich wörtlich. Wo ich und mein Leben bedeutungslos waren und ich nur und völlig bedingungslos Mutter war und zwar mit der ganzen Wucht der Angst und Verzweiflung.
Je größer die Kinder werden, je dicker der Dickschädel klarer die eigenen Vorstellungen und Wahrnehmungen, desto bewusster wird einem, dass das größte Abenteuer deines Lebens wohl darin besteht, ein Kind großzuziehen und später sagen zu können „ich habe nicht alles richtig gemacht aber mein Bestes gegeben und darauf bin ich stolz“.
Kinder sind etwas ganz fabelhaftes, für mich zumindest und das wir bisher einiges richtig gemacht haben müssen, wurde uns heute wortwörtlich mitgeteilt. Denn im heutigen Elterngespräch wurden Dinge gesagt, die ich meinem großen Sohn niemals nicht zugetraut hätte. Die mich schwer mit den Tränen der Freude, Glückseligkeit und unbändiger Liebe kämpfen ließen. Ich habe einen Sohn, wie er besser nicht sein könnte.
Eines wurde mir jedoch heute klar, dass die Trennungsproblematik am Morgen ein beidseitiges Problem ist.
Ich werde mich daher an Amis Lesebefehl halten und mich ein wenig mehr in Gelassenheit und auch im Loslassen üben.
Denn es scheint fast so, als hätten wir unsere Sache bisher ganz gut gemacht und darauf vertraue ich nun einfach mal!
Die Sache mit der Schwindelei
7 August 2009Das große Kind schwindelt. Es schwindelt und macht Sachen heimlich und ich höre die ganze Zeit in mich rein, wenn ich mit ihm rede und denke mir „du bist zu streng, du verlangst zu viel, du bist zu streng, kling nicht vorwurfsvoll, kling verständnisvoll, du bist zu streng, du verlangst zu viel….“
Es sind Kleinigkeiten, nicht von Bedeutung, also nicht wirklich aber auf meiner Erziehungsgrundsatzliste steht ganz oben, dass mir meine Kinder vertrauen sollen. Nun kann das sein, dass das nun nur eine Phase ist, da ich keine Ratgeber lese und mich nicht in entsprechenden Foren rumtreibe, entgeht mir vielleicht etwas, aber es macht mich stutzig.
Es lässt mich innehalten wenn ich meinem Sohn sage, nimm die Flasche mit runter du kannst gleich unten was trinken und er in einem unbeobachteten Moment sich mit der Flasche hinter das Bett setzt um sich „heimlich“ einen großen Schluck zu gönnen. Oder das Mäuseken hat sich im Bad wieder mal als Zepter die Klobürste geschnappt. Ich wasche ihr die Hände und frage den Großen ob er die Bürste auch in der Hand hatte, er verneint, aber ich sehe ihm an das er schwindelt. Nach nochmaligen Nachfragen gesteht er. Und vorhin hab ich ihm Filzstifte mitgebracht. Ich dachte er wäre schon so weit, Irrtum, aber das ist eine andere Geschichte. Er hat sich also „aus versehen“ die Finger und das Shirt angemalt. Ich bitte ihn aufzupassen da die Farbe a. nicht gut von der Haut abgeht und b. gewiss auch nicht sonderlich gesund ist. Der Große nickt, dreht sich weg und malt sich die Hand an. Meine Reaktion war dann wohl…falsch, denke ich mal. Wie gesagt ich lese nicht und forume nicht, ich erziehe aus dem Bauch und trotzdem… Ich meinte, dass ich dachte er kann das mit den Stiften aber anscheinend nicht und das ich die Stifte nun erstmal wieder wegpacke.
So. Und nun?
Jetzt bombadiert mich mit Erziehungstipps und Weisheiten aus dem Forum!
Das ist doch scheiße
6 August 2009Das große Kind geht langsam aber sicher auf die 3 1/2 zu und da doch Sommer ist und es Zeit wird, machen wir gerade einen auf Pekip ohne Windel. An sich ist wäre das ja eine feine Sache, das Kind merkt das es muss, macht ein zweimal in die Hose und weiß beim dritten mal irgendwann, dass es „vorher“ auf Toilette gehen sollte. Aber was macht man, wenn man ein Kind hat, das zwar Etepetete vom Feinsten, aber nicht mal annähernd sensibilisiert ist auf seine eigenen Ausscheidungen.
Soll heißen, das Kind hat eine pitschnasse Hose und sagt nichts, scheint ihn auch nicht zu stören. Auf mein Nachfragen meint er nur leicht genervt „neihein Mama ich hab keine nasse Hose“.
Was soll man da sagen?
Vorhin dann der „worst case„. Das große Kind in Hockstellung „oh Mama schau, Kakerli!“…“und da noch mal“ Ich „na wo das wohl herkommt, hast du in die Hose gemacht?“ er „nein das war meine (sch)wester“ ich „aber das kann nicht sein, denn sie hat eine Windel an“… Als das Kind aufsteht wird das ganze Inferno bewusst.
Das ist doch scheiße!
Und jetzt kann mir mal bitte jemand Ratschläge geben, wie ich meinen Sohn „sauber“ bekomme, wo er doch anscheinend einfach kein Gefühl dafür hat und wohl nach meinem „inmichreingefluche“ während ich ihn abgeduscht habe auch keine sonderliche Lust mehr hat ohne Windel rumzulaufen!
Es läuft falsch!
5 August 2009Wenn die Entäuschung über die eigene Mutter so schmerzt, so tief sitzt, dass man bewusst einen Streit sucht und das vor den Kindern, dann ist das armselig. Und wenn man sich dann irgendwie, obwohl man weiß, dass es nicht geht am Telefon versöhnen will, dann ist das eine schwachsinnige Idee. Und wenn dann aber dein 3jähriger Sohn dich in den Arm nimmt, dir über den Kopf streichelt und sagt „es ist alles dut“ dann läuft etwas gehörig falsch.
Die einzige Lösung ist nun Distanz und die schmerzt gewaltig im Herz und im Magen.
Mrs. DreckschWeinchen und Mr. Etepetete
18 Juli 2009Unterschiedlicher können Geschwister kaum sein. Der Große vorsichtig, zurückhaltend abwartend schüchtern, die Kleine draufgängerisch, unvorsichtig und offen. Auf dem gestrigen Kindergartensommerfest des Grauens wurde mir ganz klar vor Augen geführt, das meine Kinder rein äußerlich auf jeden Fall Geschwister, charakterlich jedoch total gegensätzlich sind.
So trug ich ein vollgematschtes, sandiges, nasses, schreiendes Kind aus dem Garten, welches eine unglaublich Freude hatte einfach nur dreckig und barfuss zu sein und dem es völlig gegen den Dickschädel ging, jetzt nach Hause zu gehen. So etwas kannte ich gar nicht. Hat doch der Große im selben Alter gegessen ohne zu kleckern, da schmutzig sein ja mal gar nicht ging, von barfuss laufen will ich gar nicht reden.
Ich hoffe sehr, dass Mrs. Dreckscheinchen und Mr. Etepetete von den Eigenschaften und Charakterzügen des anderen sich eine große Scheibe abschneiden profitieren und lernen werden!
Also so ne schlechte Mutter bin ich doch nicht!
8 Juli 2009Ich war schon immer die Strengere, Unbarmherzige, böse Mama, die teilweise ihren Willen nur um des Willensdurchsetzen durchgesetzt hat. Meist fühlte ich mich dabei nicht gut und täglich schwor ich mir mich zu ändern. Vor allem wenn ich sah, wie gelassen, liebevoll und Kompromissbereit der Liebste an den kleinen Hitzkopf herantrat dachte ich immer „schneid dir davon mal ne große Scheibe an“. Aber, und nun kommt das große aber… Der Liebste fechtet momentan in der ich-weiß-nicht-warum-aber-ich-bin-prinzipiell-kontra-Phase heftigste Kämpfe mit dem Trotzkopf aus. Wo ich gelassen beide Kinder ohne Geschrei und Terror morgens anziehe und wegbringe und abends alleine ins Bett bringe, inklusive selber an- und ausziehen sowie Zähneputzen deluxe ohne Gejammer, da geht es beim Liebsten nur mit hängen und würgen.
Und obwohl mir der Liebste leid tut, wirklich leid tut, da Bennet es drauf hat einen höher als auf die höchste Palme zu bringen, lehnt sich die böse Mama June innerlich zurück, schmunzelt in sich hinein und klopft sich mental auf die Schulter. Also so ne schlechte Mutter bin ich doch nicht!
Edit:Schni Schna Schnöpsel
16 Juni 2009Irgendwie fehlt mir der Antrieb zum bloggen, aber irgendwie hab ich doch einiges, dass ich denen, die es interessiert und auch denen, die hier nur aus Versehen reinstolpern, mitteilen möchte…
* Autoummelden und Schilder machen lassen, erleichtert den Geldbeutel ordentlich! Autsch!
* Ich habe die gestrige Migräne überlebt. 12 Stunden Schlaf und 8 Schmerztabletten später war ich schmerzfrei!
* Richtige echte Milch schmeckt einfach so viel g.ei.ler, als dieser homogenisierte ultrahocherhitzte Milchkram. Leute trinkt wieder richtig echte Milch!!!
* Das neue Auto wird mir morgen früh bestimmt mein Fahrkönnen testen. Stellt euch die kleine June vor, wie sie die Titanic versucht, nicht gegen den Eisberg zu fahren…
* Am Samstag brauche ich hohe, richtig hohe rote High Heels. Wir gehen das erste mal, seit gefühlten 100 Jahren wieder einen heben feiern und zwar als Arzt und Schwesternschülerin verkleidet auf eine „Dr. & Nurses“ Überraschungsparty. Der Freund der Freundin darf sich nun offiziell „Herr Doktor“ nennen und für diesen ehrbaren Moment im Leben eines Mediziners wurde eine ganze Bar gemietet.
* Das Festival rückt näher und ich bekomme langsam Panik!
* Der Liebste fand Twilight nicht schlecht, bemängelte aber das so durch den Film gerast wurde. Tja, das kommt davon, wenn man einen 10 Stunden Film versucht, in 2 Stunden zu quetschen. Dann wirkt es so, als würden Edward und Bella beschließen, sich zu verlieben und es nicht wirklich tun. Aber wenn man das Buch gelesen hat, kann man das vernachlässigen. Ach übrigens, ich könnte schon wieder…
* Heute shoppen gewesen, ohne Mann und ohne Kinder und ganz ohne Zeitdruck, hach wat schön! Da kann sogar Lebensmittelshopping zum Highlight werden. Allerdings hab ich noch keine roten High Heels (aber ich hätte da ein paar schöne Exemplare in orange, gelb, pink oder türkis…)
* Der Große ist inzwischen daran gewöhnt zu warten. Um ihm das ganze zu erleichtern, erklären wir, wenn der Zeiger oben oder unten ist, dann „passiert“ etwas (Papa kommt, er darf Fernsehen, Computer spielen, muss ins Bett oder dergleichen). Das klappt gut, bis heute morgen, als ich meinte „Schmust du mich mal“ und er sagte „Gleich, wenn der große Zeiger unten ist“, da war es gerade viertel vor acht!
* Das Mäuseken isst und steht selbstständig/freihändig!
Kindermund tut Wahrheit kund!?
7 Juni 2009June reibt sich nach dem ersten selbstgemachten vorzüglichen Schweinebraten den dicken Bauch und das Große Kind fragt
„Hast du da ein Baby drin Mama?“





