Archiv für 'irrsinn'Kategorie

Einmal Friseur und zurück

5 September 2009

DSC01664Ich habe bisher noch nicht den richtigen Friseur gefunden, also den einen, dem ich meine Haare wie mein Leben anvertrauen würde. Da ich relativ schmerzfrei bin, was meine Haare angeht, frei nach dem Motto „die wachsen wieder“ oder „im Notfall abrasieren“, gebe ich neuen Friseuren gerne eine Chance sich durch meine Wolle zu kämpfen.
In Zeiten wie diesen, dachte ich mir, ich gebe dem uralt ansässigen Friseur gegenüber der stylischen neuen Kette den Vorzug und so wagte ich mich heute zu einem Friseur, den es gibt seit wir 1984 in den Ort gezogen sind.
Gut, die Einrichtung war nicht mehr das neuste und auch die Friseure waren nicht unbedingt „hipp“ aber ich wurde ohne Termin sofort dran genommen. Wer nun auf haarsträubende Geschichten, im wahrsten Sinne des Wortes wartet, kann getrost aufhören zu lesen, denn Frisurentechnisch bin ich sehr zufrieden, nicht aber mit dem Service, denn dieser hat mich wirklich entsetzt. So entsetzt, dass ich überlegte die Geschäftsleitung zu verlangen. Allerdings verzichtet ich darauf (keine Ahnung warum) und werde nun folgendes tun… Den Rest des Beitrags lesen »

Eingestehen

16 August 2009

Ich muss mir eingestehen, dass ich mich einfach übernommen habe. Das Festival und all die nun eintrudelnden Aufträge mit Extrawünschen erfreuen mich gar sehr, aber ich bin müde und ausgelaugt. Und da ich auch hier beim sturmkind die Authentizität wahren will und eben auch nur Mensch bin, mit Familie, Arbeit und dem Wunsch noch ein bisschen Luft zum atmen zu haben, muss ich eben sagen „es ist zu viel“.

Ihr Lieben, mich ehren eure Wünsche und Vorstellungen, eure Ideen und Anregungen sehr, aber der Kopf ist voll. Da sind so viele Ideen die ich selber erstmal ausprobieren möchte. Hinzu kommt, dass schon leise die nächsten Märkte an die Tür klopfen.
Daher bitte weiter schreiben, weiter inspirieren, ich sammel alles, aber die Umsetzung ist momentan einfach nicht möglich.

Schaut immer wieder in den Shop, dort wird es nach und nach vieles Bekanntes aber auch viel Neues geben!

Die Sache mit der Schwindelei

7 August 2009

Das große Kind schwindelt. Es schwindelt und macht Sachen heimlich und ich höre die ganze Zeit in mich rein, wenn ich mit ihm rede und denke mir „du bist zu streng, du verlangst zu viel, du bist zu streng, kling nicht vorwurfsvoll, kling verständnisvoll, du bist zu streng, du verlangst zu viel….“

Es sind Kleinigkeiten, nicht von Bedeutung, also nicht wirklich aber auf meiner Erziehungsgrundsatzliste steht ganz oben, dass mir meine Kinder vertrauen sollen. Nun kann das sein, dass das nun nur eine Phase ist, da ich keine Ratgeber lese und mich nicht in entsprechenden Foren rumtreibe, entgeht mir vielleicht etwas, aber es macht mich stutzig.
Es lässt mich innehalten wenn ich meinem Sohn sage, nimm die Flasche mit runter du kannst gleich unten was trinken und er in einem unbeobachteten Moment sich mit der Flasche hinter das Bett setzt um sich „heimlich“ einen großen Schluck zu gönnen. Oder das Mäuseken hat sich im Bad wieder mal als Zepter die Klobürste geschnappt. Ich wasche ihr die Hände und frage den Großen ob er die Bürste auch in der Hand hatte, er verneint, aber ich sehe ihm an das er schwindelt. Nach nochmaligen Nachfragen gesteht er. Und vorhin hab ich ihm Filzstifte mitgebracht. Ich dachte er wäre schon so weit, Irrtum, aber das ist eine andere Geschichte. Er hat sich also „aus versehen“ die Finger und das Shirt angemalt. Ich bitte ihn aufzupassen da die Farbe a. nicht gut von der Haut abgeht und b. gewiss auch nicht sonderlich gesund ist. Der Große nickt, dreht sich weg und malt sich die Hand an. Meine Reaktion war dann wohl…falsch, denke ich mal. Wie gesagt ich lese nicht und forume nicht, ich erziehe aus dem Bauch und trotzdem… Ich meinte, dass ich dachte er kann das mit den Stiften aber anscheinend nicht und das ich die Stifte nun erstmal wieder wegpacke.

So. Und nun?
Jetzt bombadiert mich mit Erziehungstipps und Weisheiten aus dem Forum! ;-)

Das ist doch scheiße

6 August 2009

Das große Kind geht langsam aber sicher auf die 3 1/2 zu und da doch Sommer ist und es Zeit wird, machen wir gerade einen auf Pekip ohne Windel. An sich ist wäre das ja eine feine Sache, das Kind merkt das es muss, macht ein zweimal in die Hose und weiß beim dritten mal irgendwann, dass es „vorher“ auf Toilette gehen sollte. Aber was macht man, wenn man ein Kind hat, das zwar Etepetete vom Feinsten, aber nicht mal annähernd sensibilisiert ist auf seine eigenen Ausscheidungen.
Soll heißen, das Kind hat eine pitschnasse Hose und sagt nichts, scheint ihn auch nicht zu stören. Auf mein Nachfragen meint er nur leicht genervt „neihein Mama ich hab keine nasse Hose“.
Was soll man da sagen?
Vorhin dann der „worst case„. Das große Kind in Hockstellung „oh Mama schau, Kakerli!“…“und da noch mal“ Ich „na wo das wohl herkommt, hast du in die Hose gemacht?“ er „nein das war meine (sch)wester“ ich „aber das kann nicht sein, denn sie hat eine Windel an“… Als das Kind aufsteht wird das ganze Inferno bewusst.
Das ist doch scheiße!
Und jetzt kann mir mal bitte jemand Ratschläge geben, wie ich meinen Sohn „sauber“ bekomme, wo er doch anscheinend einfach kein Gefühl dafür hat und wohl nach meinem „inmichreingefluche“ während ich ihn abgeduscht habe auch keine sonderliche Lust mehr hat ohne Windel rumzulaufen!

Geschützt: Es geht mir nicht gut

22 Juni 2009

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Dauerschmerz

5 Juni 2009

Alle sagen immer „wow was du alles machst und ach wie toll und hui Studium hochschwanger abgeschlossen trotz arbeiten und Kleinkind und nun die Näherei und unterrichten und arbeiten, boah mit Terminplanung und Fristen und nun auch noch Theaterpädagogik studieren wollen und natürlich Haushalt und Kinder und ach verheiratet bist du auch und toll, prima, echt“.
Und ich stehe immer nur da, lächle und sage „ach“ und für mehr reicht es nicht, denn innen drinnen ist gar nichts toll und hui, prima oder dergleichen. Innen drinnen ist so ein Chaos das gar nichts mehr geht. Denn ich frage mich momentan immer öfter wofür ich das alles mache. Und warum zum Teufel ich genau jetzt noch ein Studium anfangen muss möchte, reichen denn drei Jobs, zwei Kinder und ein Mann nicht? Muss ich denn immer weiter schneller höher, weil sich das wie ein dunkelroter Faden durch mein Leben zieht? Weil ich mich nie zurücklehnen und durchatmen kann (das ist was für Schlap.psc.h.w.änze und Langweiler). Ich schaffe es momentan nicht mich mal hinzusetzen und mit den Kindern 30 Minuten am Stück zu spielen, weil ich körperlich und oder gedanklich immer was anderes mache. Ich versinke in to-do Listen die immmer länger werden. Keine Chance die verzweifelten Hausfrauen zu schauen und bestellte Filme liegen hier tagelang wochenlang ungesehen. Der Liebste erzählt mir Dinge die ich fünf Minuten später bereits vergessen habe, weil der Kopf keinen Raum für Konversation hat. Wir schaffen es nicht einmal gemeinsam in den Urlaub zu fahren. Keine Chance. Die früheste gemeinsame Zeit für Urlaub liegt im November. Die Einladung der Pateneltern für den Strandurlaub müssen wir ausschlagen, weil es nicht geht, zeitlich nicht und für die kurze Zeit ist der finanzielle Aufwand zu groß (ich alleine 7 Stunden Zugfahren mit zwei kleinen Kindern für effektiv 4 Tage Urlaub geht genausowenig wie für 500 Euro fliegen).
Die kleinsten Kleinigkeiten werden hier zum organisatorischen Hürdenlauf und ich muss mich ernsthaft fragen ob es wirklich Sinn macht, jetzt noch zu studieren.
Die Vernunft schreit „lass es sein, mach es nächstes Jahr„, die June rennt immer wieder und wieder mit dem Kopf an die Wand und sagt „aber ich will das und ich hab mir das in den Kopf gesetzt!“. Am Abend hat sie dann Kopfschmerzen, das Herz ist schwer und das dumpfe Gefühl im Magen lässt sie nicht einschlafen. Scheint so als solle June sich mal Gedanken machen woher ihre ständigen Schmerzen rühren könnten und vielleicht täte ein bisschen mehr Schlap.psc.h.w.anz und Langweile ihr wirklich gut!

Zwickmühle

4 Juni 2009

Ich stecke sowas von in der Zwickmühle, das ist nicht mehr schön.

Leise ungemütlich

4 Juni 2009

Ich werde selten unfreundlich oder ungemütlich, aber heute, da war ist so ein Tag…

16:15 Uhr U6 & U7a steht für heute seit drei Wochen im Kalender. Arzttermine mit den Kindern sind immer anstrengend, Us erst recht und wenn noch eine Impfung ansteht ist Planung angesagt. Wann könnte die Impfreaktion eintreten, wie lässt sich das am besten legen, dass im Fall der Fälle jemand da ist und nicht arbeiten muss und zusätzlich muss ich mich mental darauf einstellen.
Beim Arzt dann
Arzthelferin: „Frau June, Sie heute hier?“
June: „Öhm ja, wir haben heute die U-Untersuchungen seit drei Wochen steht dieser Schei.ßdre.ck.stermin dick und fett in meinem Kalender
Arzthelferin: „Das kann aber gar nicht sein, im Kalender steht nur ein normaler Termin und nur für Bennet.“
June: „Ja und nun? Schwing die Hufe und überleg dir was, denn schließlich bin ich nicht umsonst hergefahren!“
Arzthelferin: „Also ich frag die Frau Doktor mal ob sie am Montag um 17 Uhr kommen können, nehmen Sie doch einen Moment im Wartezimmer Platz“
June wird nicht gefragt ob sie am Montag kann, aber egal. June rechnet im Kopf nach, dass mit der Impfreaktion vermutlich Mittwoch zu rechnen ist, der einzige Tag an dem sie nächste Woche arbeiten muss, aber egal. June hofft und betet inständig, dass die Kinder sich im Wartezimmer nicht anstecken, aber egal wir sind ja Montag wieder da!
Kurz darauf kommt die Frau Doktor zu mir, entschuldigt sich vielmals, meint die Kinder könnten gerne noch ein bisschen spielen, ich solle mir doch was zu trinken nehmen und ein bisschen lesen.
Die Kinder durften dann noch zwanzig Minuten das Bakterienverkeimte Krankheitenübtertragende Spielzeug bespielen und ich beschloss als Heimgehköder einen Abstecher beim Bäcker in den virenbevölkernden Raum zu werfen.
Die Kinder bissen schnell an und so gingen wir noch zum schlechtesten Bäcker den ich kenne, aber der einziger in Fußnähe zum Arzt. Da das Mäuseken derzeit „zappelig as hell“ ist stellte ich sie an die Theke an der sie promt mit dem Kopf heftig auf dem Steinboden aufknallte. Die saudumme Töse von Verkäuferin hatte nichts besseres zu tun als in einer Tour zu sagen „Mei is doch nicht so schlimm duziduzidu“, am liebsten hätte ich sie angefahren, dass sie ihr dummes Mundwerk halten soll und mir nen Kühlbeutel oder dergleichen geben soll, da Lola einfach nicht aufhörte zu brüllen und die Stelle die schönsten Rottöne annahm, aber ich biss mir auf die Zunge bediente mich am Kühlregal und versuchte die Stelle mit einer Cap.ri.so.nne zu kühlen, die ich im Anschluss wieder zurück stellte. Beim rausgehen lies dann noch ein Typ mit Bierflasche und Kippe im Maul Mund einen dummen Spruch los, den ich mit einem vernichtenden Blick strafte, schließlich bin ich kein unfreundlicher Mensch!
Das erstande Gebäck war wiedererwartend hart und eklig bescheiden, aber es beruhigte das schreiende Kleinkind ebenso wie den großen Bruder.

An so Tagen wie diesen ist June leise ungemütlich. Morgen dann hoffentlich wieder gewohnt freundlich!

Kinderjammer & Maschinerie

3 Juni 2009

Der Große ist anstrengend wie noch nie in seinem Leben. Der Kindergarten macht ihn zu einem wilden überdrehten grenzenlosen Kind, welches nicht teilen kann. Die Schwester ist einen Kilometer von seinen Spielsachen entfernt, da rafft er panisch alles zusammen und brüllt in ihre Richtung „Nein!“. Auch scheine ich derzeit bei ihm auf taube Ohren zu stoßen und so prallen der kleine Hitzkopf und die notorisch müde Mutter regelmäßig zusammen. Da hilft nur räumliche Trennung, anders schaffen wir das nicht.
Das Mäuseken ist mobil und sehr schnell, unvernünftig mutig und mehr als sehr unfallgefährdet!
Ich agiere daher mit den Kindern nur noch. Kann nicht bewusst leben sondern arbeite in (m)einer Maschinerie den Tag ab…
So will ich das nicht.

Alles nur ne Phase, alles nur ne Phase, alles nur ne Phase, Alles nur…

To do-Liste bis zum Sankt Nimmerleinstag

2 Juni 2009

Kleine und große Dinge die ich demnächst erledigen muss/sollte:

- üben
- Festivalkram fertig nähen
- Vorsprechtext aussuchen und lernen
- Joggen gehen
- Arbeitszimmer tapezieren (70er Jahre Retrotapete lässt grüßen)
- 10 Kilo abnehmen (siehe joggen)
- Bestellungen fertig nähen
- in den Urlaub fahren
- mehr bloggen
- morgen in der Arbeit Schadensbegrenzung betreiben
- Harry Potter kucken
- Warten! (viel zu lange!!!)
- heute abend mit dem Liebsten bei Ofenkäse und Frauenbierchen die verzweifelten Hausfrauen schauen!