Ich bin kein ordentlicher aber ein ordnungsliebender Mensch, auch wenn mancheiner vermutlich anders darüber denkt! Ich putze grundsätzlich im Schlafanzug und ich habe meine ganz eigenen Methoden um meinem Besuch die Illusion der immerwährenden sauberen Wohnung zu verkaufen. Ich putze meistens gründlich, aber wer zwei Kinder hat und eine Katze, der die Benutzung eines Katzenklos nicht geläufig ist und damit meine ich nicht, dass sie unsauber ist sondern lediglich, dass sie ihr gesamtes Katzenstreu überall verteilt, der weiß, oder kann sich zusammenreimen, dass gründliches regelmässiges putzen viel zu Zeitintensiv ist. Daher putze ich einmal die Woche gründlich und sonst eher so oberflächlich Situationsbedingt. Allerdings habe ich mir über die Jahre ein (in meinen Augen) ordentliches System der Vermittlung meiner Hausfrauenqualitäten angewöhnt. Ich will damit sagen, ich habe es raus, mit wenig Zeit und Kraftaufwand meine vier Wände in ein optisches Reinlichkeitsdomizil zu verwandeln. Inzwischen weiß ich einfach, worauf es ankommt, welche Dinge man verschwinden lässt und worauf der Besucher wert legt achtet (vermutliche Spätfolgen einer reinlichen Oma). So reicht es meist dort zu saugen, wo der Besucher sich aufhält. Prozentual auf die Dauer des Aufenthaltes heißt das Wohnzimmer, Toilette, Flur und Küche. Wichtig dabei ist, vorallem im Bad auch hinter der Tür zu saugen/wischen, denn da fällt der Blick hin wenn man auf dem Klo sitzt. Auch ein geputzter Spiegel und saubere Amaturen erzeugen ein trügerisches Bild von Sauberkeit. Wenn man dann noch den Putzeimer, mit heißem Wasser in Sichtweite stehen lässt, so ist die Illusion perfekt.
So zauberte ich heute in nur einer Stunde mein Wohnzimmer, Bad, Flur und Küche in Vorzeigezustand, beliess den benutzten (nicht ge”fakten”) Putzeimer in Sichtweite (allerdings im Bad), schaffte es mich zu duschen und fertig zu machen und zauberte noch ein kleines Frühstück. Heute war ich sowas von nicht desperate…

…und das Frühstück mit den Mädels war sowas von schön!!!








