Mein Blog mutiert von stark besucht zu “ichschaualle3Monatemalvorbei” was selbstverständlich ist, bei dem unregelmässigen Beiträgen und der Mutation vom “Pampersblog” zum “Körperwahnichbinsofett” Blog.
Das ängstigt mich. Sehr.
Ich merke immer mehr, wie sich alles nur noch um meinen Körper dreht, damit meine ich nicht (nur) das Hüftgold sondern mein gesamtes Allgemeinbefinden. War ich früher ein sportlicher, aktiver, agiler Mensch der sich schwer entspannen konnte so bin ich nun ein körperliches “Wrack”. Die Migräne hat mich nun mehrmals wöchentlich fest im Schmerzgriff, was das gesamte Familienleben in Mitleidenschaft zieht. Bin ich schmerzfrei bin ich müde, immer so müde, gereizt und so antriebslos. Der Blick in den Spiegel frustriert und schockiert mich und das aller allerschlimmste daran ist, dass ich NIE so werden wollte. Keine von den Frauen die immer über ihr Gewicht und ihr Aussehen reden/meckern/analysieren. Keine die jeden Abnehmartikel verschlingt. Ich war eine von denen, die zu dünne Mädels aus ihrem (Tanz)Unterricht ausgeschlossen hat und sich geweigert hat diese zu trainieren. Ich habe normale Ernährung und ein gesundes Verhalten zum eigenen Körper gepredigt. Habe Diäten verteufelt und auf das Wohlfühlgewicht gesetzt. Und nun?
Nun bin ich ein fauler, antriebsloser, unmotivierter, schmerzorientierter Mensch, der eine Diät nach der anderen versucht nur um sich selber tagtäglich eingestehen zu müssen, dass ich es nicht kann.
Es fühlt sich so an, als wäre mein altes körperliches ich mit Lolas Geburt mitentbunden und entsorgt worden. Vermutlich liest sich das hier sehr Dramaqueenmässig, aber ich muss hier mal aufräumen. Aufschreiben woher das kommt, mich selber reflektieren um vielleicht zu sehen, was denn da so tierisch falsch läuft.
Mute ich mir zu viel zu, mit Arbeit, sturmkind, Kindern, Haushalt und einem funktionierenden Eheleben?
- JA
Muss ich zusätzlich zu meiner knappen Zeit eine Hochzeit organisieren?
- NEIN, müsste ich nicht, aber das Kind ist nun schon in den Brunnen gefallen und in zwei Wochen ist der Spuck vorbei!
Kann ich eine Diät machen, wo ich doch bei jeder Mangelerscheinung mit Migräne reagiere?
- NEIN, ich kann es nicht, das hat mir nun mein Körper mehrfach gezeigt.
Kann ich mit meinem Körper leben und akzeptieren, dass er eben so ist wie er ist?
- NEIN ganz ehrlich NEIN!
Kann ich meine Ernährung umstellen oder besser gesagt will ich meine Ernährung umstellen?
- NEIN.
Aber ich tue was, ab 01.04. werde ich meinen Rehasport angehen und darf im Studio zusätzlich so oft ich will an die Geräte. Es wird sich was tun und dann mutiert der Blog (hoffentlich) wieder zurück in einen “Mamakinderfamilienleben” Blog!
Ich hoffe der eine oder andere bleibt mir bis dahin treu!




12 März 2010 um 15:37
Jawoll ja, immer noch da, (seit Bennets Geburt übrigens, noch auf dem “Unser Baby”-Forum, hieß das so?!).Nur etwas stiller, aber regelmäßig lesend!
Liebe June, alle Zeit der Welt…das ruckelt sich wieder ein, ganz bestimmt!!!
Liebe Grüße
j.
12 März 2010 um 22:54
*drückl* Das wird wieder, ich weiss es.
12 März 2010 um 23:44
Wenn Wetter (vielleicht, eventuell, irgendwann einmal, in ein paar Monaten)besser, dann Stimmung auch besser. Liebe Grüße
12 März 2010 um 23:51
Ich weiss selber wie sich das anfühlt. Ich trete bei mir dauernd die Bremse, versuche zwar etwas abzunehmen, aber gaaaanz langsam, ohne Diät und ohne Druck. Nur um nicht schon am Gedanken dass ich eigentlich … usw… zu zerbrechen. Immerhin sind es in 7 Monaten nun schon 8kg, nichts Weltbewegendes, zumal mehr Ausgangsgewicht da war als bei Dir, aber genug um mit mir selbst zufrieden zu sein. Und ich lasse ganz viel liegen, Bücher, Nähprojekte, Verabredungen, Haushalt – einfach Zeitfresser. Geht einfach nicht, das muss jetzt warten, ich muss mich mal um MICH kümmern, halt öfter um 21Uhr ins Bett, mal ein nettes Essen, eine Pause. Das solltest Du auch ganz dringend bei Dir mit einbauen – oder ebend mal ausbauen
. Alles Liebe, jo
13 März 2010 um 22:17
Nun machen Sie sisch ma´ net verrückt!
Also ich guck immer immer vorbei. Egal wie sie grad drauf sind. Erklären müssen Sie sich hier auch keinem. Wenn Sie sich nicht ins Nirwana hungern wäre das natürlich sehr toll, weil es sich sicher auf ihr Wohlbefinden auswirkt. Mögen Sie sich einfach selbst wieder und dann läuft alles wie von allein.
Liebste Grüße Steffi
14 März 2010 um 20:11
ich schau hier immer vorbei, wenn ich sehe, es gibt was neues (auch wenn diäten & co nicht gerade mein lieblingsthema sind). ich hab eletztens wiedre mal zwei überinstimmende artikel gelesen: diäten funktionieren langfristig einfach nicht, im gegenteil, man nimmt auf lange sicht zu bzw. trainiert seinen körper dahin, mit dem wenigen hauszuhalten, das er bekommt, die fettreserven greift er als allerheiligstes dabei aber nicht an, sondern nagt zuerst an knochen und organen!
ich bin überzeugt, dass es bei dir bergauf geht, sobald du wieder mehr bewegung machst! alles liebe!
15 März 2010 um 22:43
ja ja ja
20 März 2010 um 19:04
Liebe June,
ich lese deine Seite seit etwa zwei Jahren, immer mal wieder, einfach so, weil es ne Gewohnheit geworden ist. Damals bin ich durch eine voellig banale Google-Suche auf dich gestossen und du warst glaube ich gerade schwanger – und gluecklich. Und jetzt bist du ungluecklich.
Und jetzt nehme ich mir es als Unbekannte raus, meinen Senf dazuzugeben. Ich glaube, dass dein großer Frust und die Traurigkeit nichts mit deinem Gewicht zu tun. Klar, zunehmen muss nicht sein und ja, es gibt gesundheitliche Probleme, die wirklich primaer etwas mit dem Gewicht zu tun haben. Aber darum geht es mir nicht.
Ich habe naemlich den Eindruck, dass dir die Dinge ueber den Kopf wachsen, dein Leben ist dir fremd geworden, du bist ungluecklich geworden. Und mit jedem Diaet-Versuch wird es schlimmer und du wirst wuetender auf diesen vermaledeiten Koerper. Aber ich glaube, dass es jetzt heisst: vergiss den Koerper, vergiss das Gewicht, vergiss Diaeten – steig stattdessen auf die Bremse, aber feste.
Ich hatte selber mal einen solchen Moment im Leben – und habe mir dann irgendwann professionelle Hilfe gesucht. Und das moechte ich dir auch nahe legen. Beim Psychologen wurde mir einiges klar: ich war mit vielen Dingen ungluecklich in meinem Leben. Der Koerper war nur ein wunderbarer Stellvertreter-Krieg, auf den ich alles schieben konnte. Wenn ich erst abgenommen habe, wird alles besser – das war mein Mantra. Aber ich nahm nicht ab und nichts wurde besser. Aber dadurch, dass ich immer auf mein Gewicht schielte, hatte ich die anderen (eigentlichen) Dinge, die mich ungluecklich gemacht haben, nicht im Blick. Und die fuehrten munter ihr Eigenleben, waehrend ich mich mit Diaeten ablenkte und fast in eine ausgewachsene Ess-Stoerung manoevrierte.
Das konnte mir erst klar werden, als ich eben professionelle Unterstuetzung hatte. Und tatsaechlich: als sich der Blick erst einmal vom Gewicht loesen konnte, sah ich die eigentlichen Probleme: ich fuehrte ein Leben, das ich so nie gewollt hatte (Job, Partner, Interessen). Tja, und dann kam eine schwierige Zeit, in der ich mit meinem Leben aufraeumen musste. Das kostet viel Kraft und ist nicht leicht – aber es lohnt sich.
Ich habe mich lange gefragt, ob ich dir das einfach so schreiben soll – denn ich moechte dir nicht zu nahe treten. Aber irgendwas hat mir gesagt, dass ich es tun soll – denn deine Worte, die Verzweiflung und Wut erinnern mich einfach an zu viel. Entschuldige also bitte das Einmischen – ich wuensche dir viel Glueck!
11 April 2010 um 23:00
Ach Süsse, jetzt wart mal ab, jetzt wird es irgendwann auch mal wärmer und man kann mal fahrradfahren oder spontan joggen etc. Winter ist immer sch… um irgendwie mit etwas anzufangen… mumpf!!!
und wir lesen uns – TROTZDEM!!! Egal wie Dein Bodymassindex auch ist
21 April 2010 um 10:37
Herrje,
und Geduld. Naja, und in 100-Gramm-Schritten nähere ich mich im Schneckentempo meinem Zielkorridor.
das hört sich ja furchtbar an, also nicht furchtbar geschrieben, gar nicht, nach furchtbarer Stimmung. Ich verstehe sehr gut, dass du keine Diäten machen kannst. Bei mir löst allein das Wort “DIÄT” sofortige Hungergefühle aus.
Ich habe Ende 2008 angefangen, regelmäßig in einen Fitnessclub zu gehen, der spezialiell für Frauen ist, die noch nie oder schon lange nicht mehr etwas für sich getan haben. Da haben sie mir den Zahn gezogen und gesagt, wenn ich über vier Jahre die Pfunde angehäuft habe, dann würde es wohl auch so lange dauern, so wieder abzuschmelzen, es sei denn, ich stelle meine Ernährung um. Nach einer Beratung hatte ich drei Tage Dauerhunger! Also, keine Ernährungsumstellung, keine Diät. Nur viel Sport, lieber Alkfreies Bier als mit (hat viel weniger Kalorien
Einen großen Schritt habe ich vor ein paar Wochen gemacht: Erst unglücklich verliebt – 2 Kilo; dann Magen-Darm, noch ein Kilo … aber das kann man sich ja nicht vornehmen, wäre jedenfalls ziemlich doof – ist eher so ein Trost im Elend
Ich wünsche dir alles Gute
Viele Grüße
mayarosa
http://mayarosasweblog.wordpress.com/