Ich werde selten unfreundlich oder ungemütlich, aber heute, da war ist so ein Tag…
16:15 Uhr U6 & U7a steht für heute seit drei Wochen im Kalender. Arzttermine mit den Kindern sind immer anstrengend, Us erst recht und wenn noch eine Impfung ansteht ist Planung angesagt. Wann könnte die Impfreaktion eintreten, wie lässt sich das am besten legen, dass im Fall der Fälle jemand da ist und nicht arbeiten muss und zusätzlich muss ich mich mental darauf einstellen.
Beim Arzt dann
Arzthelferin: „Frau June, Sie heute hier?“
June: „Öhm ja, wir haben heute die U-Untersuchungen seit drei Wochen steht dieser Schei.ßdre.ck.stermin dick und fett in meinem Kalender„
Arzthelferin: „Das kann aber gar nicht sein, im Kalender steht nur ein normaler Termin und nur für Bennet.“
June: „Ja und nun? Schwing die Hufe und überleg dir was, denn schließlich bin ich nicht umsonst hergefahren!“
Arzthelferin: „Also ich frag die Frau Doktor mal ob sie am Montag um 17 Uhr kommen können, nehmen Sie doch einen Moment im Wartezimmer Platz“
June wird nicht gefragt ob sie am Montag kann, aber egal. June rechnet im Kopf nach, dass mit der Impfreaktion vermutlich Mittwoch zu rechnen ist, der einzige Tag an dem sie nächste Woche arbeiten muss, aber egal. June hofft und betet inständig, dass die Kinder sich im Wartezimmer nicht anstecken, aber egal wir sind ja Montag wieder da!
Kurz darauf kommt die Frau Doktor zu mir, entschuldigt sich vielmals, meint die Kinder könnten gerne noch ein bisschen spielen, ich solle mir doch was zu trinken nehmen und ein bisschen lesen.
Die Kinder durften dann noch zwanzig Minuten das Bakterienverkeimte Krankheitenübtertragende Spielzeug bespielen und ich beschloss als Heimgehköder einen Abstecher beim Bäcker in den virenbevölkernden Raum zu werfen.
Die Kinder bissen schnell an und so gingen wir noch zum schlechtesten Bäcker den ich kenne, aber der einziger in Fußnähe zum Arzt. Da das Mäuseken derzeit „zappelig as hell“ ist stellte ich sie an die Theke an der sie promt mit dem Kopf heftig auf dem Steinboden aufknallte. Die saudumme Töse von Verkäuferin hatte nichts besseres zu tun als in einer Tour zu sagen „Mei is doch nicht so schlimm duziduzidu“, am liebsten hätte ich sie angefahren, dass sie ihr dummes Mundwerk halten soll und mir nen Kühlbeutel oder dergleichen geben soll, da Lola einfach nicht aufhörte zu brüllen und die Stelle die schönsten Rottöne annahm, aber ich biss mir auf die Zunge bediente mich am Kühlregal und versuchte die Stelle mit einer Cap.ri.so.nne zu kühlen, die ich im Anschluss wieder zurück stellte. Beim rausgehen lies dann noch ein Typ mit Bierflasche und Kippe im Maul Mund einen dummen Spruch los, den ich mit einem vernichtenden Blick strafte, schließlich bin ich kein unfreundlicher Mensch!
Das erstande Gebäck war wiedererwartend hart und eklig bescheiden, aber es beruhigte das schreiende Kleinkind ebenso wie den großen Bruder.
An so Tagen wie diesen ist June leise ungemütlich. Morgen dann hoffentlich wieder gewohnt freundlich!






4 Juni 2009 um 19:50
es gibt tage, die will man einfach gleich direkt wieder aus dem kalender streichen, ich kenne die auch.
aber da kommen dann die lieben
blogfreunde, reichen einem dievirtuellehand, drücken und tätscheln sie ganz lieb und sagen:alles wird gut!
4 Juni 2009 um 20:56
kamt ihr denn jetzt wenigstens noch dran? mit u und so?!?!
ich hoffe, die kinder sind im bett und die nacht wird ruhig, so dass der scheißtag ein gutes ende findet und der nächste ein bisschen fit startet
4 Juni 2009 um 21:41
@ rieke
nöö montag! argh!
5 Juni 2009 um 11:03
Ich finde aber, Du bist immer noch bemerkenswert freundlich geblieben. Ich hätte mindestens den Typen mit Bierflasche und Kippe im Mund angeschnauzt.
5 Juni 2009 um 19:01
Ich hätte wahrscheinlich schon beim Arzt die Sau rausgelassen…