Ich bin kein ordentlicher aber ein ordnungsliebender Mensch, auch wenn mancheiner vermutlich anders darüber denkt! Ich putze grundsätzlich im Schlafanzug und ich habe meine ganz eigenen Methoden um meinem Besuch die Illusion der immerwährenden sauberen Wohnung zu verkaufen. Ich putze meistens gründlich, aber wer zwei Kinder hat und eine Katze, der die Benutzung eines Katzenklos nicht geläufig ist und damit meine ich nicht, dass sie unsauber ist sondern lediglich, dass sie ihr gesamtes Katzenstreu überall verteilt, der weiß, oder kann sich zusammenreimen, dass gründliches regelmässiges putzen viel zu Zeitintensiv ist. Daher putze ich einmal die Woche gründlich und sonst eher so oberflächlich Situationsbedingt. Allerdings habe ich mir über die Jahre ein (in meinen Augen) ordentliches System der Vermittlung meiner Hausfrauenqualitäten angewöhnt. Ich will damit sagen, ich habe es raus, mit wenig Zeit und Kraftaufwand meine vier Wände in ein optisches Reinlichkeitsdomizil zu verwandeln. Inzwischen weiß ich einfach, worauf es ankommt, welche Dinge man verschwinden lässt und worauf der Besucher wert legt achtet (vermutliche Spätfolgen einer reinlichen Oma). So reicht es meist dort zu saugen, wo der Besucher sich aufhält. Prozentual auf die Dauer des Aufenthaltes heißt das Wohnzimmer, Toilette, Flur und Küche. Wichtig dabei ist, vorallem im Bad auch hinter der Tür zu saugen/wischen, denn da fällt der Blick hin wenn man auf dem Klo sitzt. Auch ein geputzter Spiegel und saubere Amaturen erzeugen ein trügerisches Bild von Sauberkeit. Wenn man dann noch den Putzeimer, mit heißem Wasser in Sichtweite stehen lässt, so ist die Illusion perfekt.
So zauberte ich heute in nur einer Stunde mein Wohnzimmer, Bad, Flur und Küche in Vorzeigezustand, beliess den benutzten (nicht ge”fakten”) Putzeimer in Sichtweite (allerdings im Bad), schaffte es mich zu duschen und fertig zu machen und zauberte noch ein kleines Frühstück. Heute war ich sowas von nicht desperate…

…und das Frühstück mit den Mädels war sowas von schön!!!




12 Mai 2009 um 1:07
wow, die teller (sowie die butterdose) sind ja der wahnsinn!
12 Mai 2009 um 8:09
HA! und ich habe mich beim gang aufs klo gefragt, warum im eimer noch putzwasser ist!! ob du vielleicht bis eben quasi geputzt hast und nicht mehr zum wegschütten kamst! raffiniiiieeert! muss ich mir merken….:)
12 Mai 2009 um 9:01
@ tauschlade
kare lässt grüßen…war alles im schlussverkauf für je 1 euro
12 Mai 2009 um 10:40
ich mag den tisch… und auch den pünktchenteller.
12 Mai 2009 um 12:44
Der Frühstückstisch sieht traumhaft lecker aus.
Den Trick mit den Amaturen habe ich mir seit jahren auch angewöhnt. Das macht echt was her… Ich muss euch unbedingt dieses Jahr noch besuchen kommen! Grüße aus dem sonnigen Berlin
12 Mai 2009 um 18:20
isch bin soooo neidisch!!!
12 Mai 2009 um 21:25
Schön war’s. Eine echte Alternative zur Arbeit: mit June frühstücken
12 Mai 2009 um 21:26
Hast du den Eimer-Trick von mir?!
Ordnung ist mir wichtiger als Sauberkeit, aber ich putze immer- wenn es denn geht- bevor Besuch kommt, genau so wie du es schreibst!
Soweit so gut, bis sie sagte: “Das versuche ich auch!” Öhm, sie muss das hier lesen unbedingt, das erklärt alles!
Eine Freundin meinte mal: “Mensch, bei dir ist es so sauber!” und dann meinte ich nur: “Ja klar, ich putze ja auch bevor Besuch kommt!”
Will auch Frühstück! Das sieht gut aus!
12 Mai 2009 um 23:44
grins. Ich stehe auch auf bewässerte Putzeimer und Situationsputzen. Gerissen sind wir schon…
13 Mai 2009 um 9:27
Ich habe mich genau darin wiedererkannt, allerdings lasse ich Putzeimer, -lappen etc. gerade nicht stehen, da ich nicht den Anschein erwecken möchte, dass ich gerade eben erst geputzt habe. Lieber mag ich, dass die Leute denken, es sähe immer so aus.
27 Juli 2009 um 20:59
noch ein kleiner tipp von mir: als ich in einer kleinstadt lebte hatte ich immer ein Geschirrhandtuch oder einen Putzlappen in der hand, wenn es an der tür klingelte. machte einen sagenhaft fleißigen eindruck…!
)
fröhliche grüße!