verrückt werden oder Haare raufen!
Gestern Elterngespräch gehabt. Bennet ist ein liebenswertes, nicht agressives (???), intelligentes Kind, dem der zweisprachige Kindergarten, sprich Lernanreize und die Trennung vom Max, da dann selbsständiger entwickeln gut tun würden…
Der Liebste plädiert nun aus dem Bauch raus irgendwie für Englisch, ich irgendwie für bleiben wo er ist aber das ändert sich stündlich. Der Liebste kann sich allerdings auch mit “bleiben wo er ist” anfreunden. Nun hab ich aber erfahren realisiert, dass Max genau zum Wechsel zwei Wochen im Urlaub ist. Soll heißen, Bennet hat in der alten Einrichtung neue Betreuer, neue Kinder (auch noch vorwiegend Mädchen) und erst mal keinen Max.
Vielleicht trau ich ihm zu wenig zu. Vielleicht grübeln wir doch viel zu viel und vertrauen zu wenig auf unser Kind. Aber ausgehend von mir, möchte ich nicht irgendwo hinkommen, wo ich schon immer hingehe und von heute auf morgen ist alles anders. Das würde mich, und wir sprechen hier von einer erwachsenen Person auch sehr irritieren.
Klar erklär ich ihm die Sache immer wieder… Von wegen die * und die * sind dann weg und auch viele Kinder und dann kommen die * und die * und neue Kinder und der Max der kommt dann wieder wenn er aus dem Urlaub kommt. Entschuldigung aber das ist so verwirrend und komplex, das muss ich Erwachsenen immer mehrfach erklären weil man sonst gar nichts versteht, wie bitte soll das denn mein 2,5 jähriger kapieren?
Vielleicht versuch ich es (in der neuen Einrichtung ohne Max). Stundenweise. Oder ich lass ihn daheim.
Argh. Nerv. Natürlich hab ich an dem Tag auch noch Lolas Impftermin, den werd ich gleich morgen mal absagen! Bennet isst und schläft wieder gut, ich will mir das nun nicht kaputt machen. Und so lange ich nicht dahinter stehe und überzeugt bin, wird es mein Kind auch nicht sein.
Ich muss das mit dem Liebsten alles noch mal besprechen, wenn er wieder da ist. Am Telefon geht das nicht!
Sorry falls der Text nun sehr verwirrend war. Glaubt mir die ganze Sache ist einfach sehr verwirrend!






20 August 2008 um 21:49
dann drück ich mal die daumen, dass ihr eine entscheidung fällt, mit der ihr dann alle zufrieden seid und hinter der ihr bedenkenlos steht!
20 August 2008 um 22:30
Oh je, das klingt nach vielem Haare raufen. Hättest du denn die Möglichkeit beides auszutesten? Um zu schauen wo Bennet sich am wohlsten fühlt?
Vielleicht auch ein blöder Vorschlag, wegen dem schlafen und essen, was ja nun klappt. Aber irgendwie muss da doch ein Weg sein.
20 August 2008 um 23:14
Liebe June, Du kennst Dein Kind am besten. Mir haben die Erzieherinnen damals auch gesagt: “Caitlin ist intelligent und aufgeschlossen – sie wird sich einleben und neue Freunde finden.” Aber nach einem halben Jahr hat mein Kind immernoch allein in der Ecke gespielt (sie hat keinen unglücklichen Eindruck dabei gemacht – sie wollte einfach keine andere Freundin). Sie hat immer der Freundin nachgetrauert.
Und seit sie wieder vereint sind, ist alles gut und Caitlin happy.
Aber naja, das ist Caitlin. Vielleicht ist Bennet ganz anders. Wie gesagt: Du kennst Dein Kind am besten!! Und Du wirst das richtige tun! Vertrau Dir und vertrau Deinem Kind!
LG Kathi
20 August 2008 um 23:55
Manchmal ist es gar nicht so hilfreich (sondern eher hinderlich), alles zu durchleuchten, zu pädagogisieren und sämtliche Eventualitäten der Zukunft miteinzubeziehen… Zwei Wochen Trennung von Max hat er ja dann und kann sich “selbständig entwickeln” (um den Einwänden des KIGAs gerecht zu werden) – Mach’s aus’m Bauch
Liebe Grüsse
20 August 2008 um 23:56
Ganz pragmatisch und doof: manchmal hilft das Münzewerfen, wenn der Bauch zu sehr mit dem Kopf vereint ist. Du versuchst das Beste für Deinen kleinen Schatz herauszuholen, machst Dich dabei aber völlig verrückt.
Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass eine Deiner Entscheidungen Ben schlimm traumatisieren kann. Hier geht es um eine best-case-Entscheidung und die scheint es offensichtlich nicht zu geben. Wenn Du Deinem Bauch ob der vielen Gedanken nicht mehr entscheiden lassen kannst, lass es den Liebsten entscheiden oder wirf eine Münze (und das ist nicht leichtfertig gemeint, denn ich habe selbst einmal eine schwere Jobentscheidung mit Führungsverantwortung per Spielkarte (schwarz/weiß) entschieden).
Ich drücke Dir auf jeden Fall alle Daumen und egal, wie Du Dich entscheidest, es ist richtig
20 August 2008 um 23:57
Ach ja, die Spielkarte hatte übrigens richtig entschieden
21 August 2008 um 9:37
Ich finde, du solltest deinem Sohn einfach mal zutrauen die ersten Wochen auch ohne M. in (s)einer neuen Gruppe zu bestehen. Erklär’s ihm immer wieder, jeden Tag. Dann ist es die Umstellung auch nicht “von heute auf morgen”! Meine Tochter hat das mit dem Wechsel auch schon kapiert – wer dann nicht mehr da ist (Betreuerin und Freundin X) und wer schon (Freundin Y, die mitwechselt). Naja. Ich erklär das auch schon seit Juni
Es geht um 3 Jahre KiGa und nicht um sein gesamtes Leben. Vielleicht sollten wir das weniger verkrampft sehen (leicht gesagt) und einfach mal entscheiden was praktischer für dich ist, weil dann stressfreier für die gesamte Familie (also auch ihn).
Er ist bald drei. Andere 3jährige gehen auch von heute auf morgen ganztags in den KiGa, ohne Eingewöhnung. Zu fremden Kindern, Betreuern und Räumlichkeiten. Wenn du ihm das zutraust, dann kann er das schaffen!
Ihr werdet bestimmt richtig entscheiden, dein Gefühl sagt dir was richtig ist. Hör drauf..
21 August 2008 um 11:06
Könnte es sein, dass dein Gefühl so langsam doch eher FÜR den Kitawechsel entscheidet? Ich hab so ein bisschen den Eindruck, wenn ich deine Zeilen so lese. Ich mach es übrigens auch immer so, wenn ich merke, dass ich mich gar nicht entscheiden kann – ich übertrage das Ding dem Liebsten und entscheide mich selbst nur noch dafür 100% hinter seiner Entscheidung zu stehen. Das hat bisher immer gut funktioniert. Wenn du es übrigens für die zwei Urlaubswochen stundenweise in der neuen Kita probieren könntest, wäre das natürlich die allerbeste Wahl. Dann merkst du gleich, wie schwer die Trennung vom Freund tatsächlich fällt.
Und am Ende ist es “nur” die Kita und nicht sein ganzes Leben …
21 August 2008 um 11:14
@ frau feuervogel
hmmmm nee ich glaub ich bin eher für bleiben. und dann es stundenweise auszuprobieren!
29 August 2008 um 0:38
[...] Am Montag startet er sofern wieder gesund in der alten Einrichtung mit neuen Betreuerinnen erstmal ohne seinen besten Freund. Aber ich habe Vertrauen in meinen großen Jungen. Er schafft das. [...]